Trainingsphilosophie
Je länger ich Trainings plane, um so weniger tauchen dort klassische Drills auf - so wie ich sie noch aus eigener Jugend kenne.
An Stelle von hinten Anstellen, feste Positionen einnehmen, von Station zu Station passen und laufen, setze ich fast ausschließlich auf Spielformen. Die Betonung liegt auf Formen, ich meine damit nicht einfach nur spielen, sondern spielartige Übungsformen mit speziellen Regeln.
Argumentate dafür:
- Zeitliche Effizienz: Das ermöglicht auch auf kleinen Übungsplätzen viel Bewegung und wenig rumstehen. Wir nutzen Platz und Zeit maximal.
- Realismus: Spielformen kombinieren viele Fähigkeiten: Technik, Timing, Passgenauigkeit, Bewegung, Schnelligkeit, Koordination, Konzentration, Reaktionsfähigkeit und vor allem: Realismus
- Viele Touches: Sie ermöglichen - wenn in kleinen Gruppen parallel ausgeführt - viele Touches von jedem Einzelnen, in sehr kurzer Zeit. Davon erhoffe ich mir maximalen Lernerfolg.
Regeln zur gezielten Steuerung der Lernziele bei Spielformen
Die Spielformen ähneln sich vom Grundaufbau, relevante Unterschiede machen die Regeln, die je Form eingeführt werden. Diese leiten sich aus dem jeweiligen Lernziel ab und beschreiben Probleme, dessen Lösung das Team erlernen soll bzw. wo es sich bei der Lösung verbessern soll.
Beispiele für Regeln:
- Reduktion der Anzahl erlaubter Ballkontakte
- Reduktion von, oder umgekehrt, Mindestforderung von Pässen bevor ein Punktegewinnem oder Torabschluss zählt
- Ahndung von ungewünschtem Verhalten bzw. Bestärkung von gewünschtem Verhalten, z.B. Ballverlust/Ballgewinn, Änderung von Mengenverhältnissen (Über-/Unterzahl), Punkt-Updates oder Punktreduktionen
… to be continued